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Was es für mich bedeutet Projektorin zu sein – Human Design im Alltag

Was bedeutet es für dich Projektorin zu sein? Wie kann ich mir das vorstellen? 

Projektorin zu sein bedeutet für mich, mich dem Fluss des Lebens hinzugeben und dabei die Welt aus einer Vogelperspektive zu betrachten. Es ist wie fliegen, wenn ein Projektor seine wahre Kraft lebt. 

Während 70% der Menschen die Arbeiter, Umsetzer sind und wahre Kraftpakete, gehöre ich zu der Gruppe Menschen, die da ist um tiefer zu sehen, die Zusammenhänge zu überblicken und in eine effiziente und tiefgreifende Lösung hineinzuleiten und zu lenken. Es heißt auch, dass ich nicht einfach loslegen kann. Ich darf auf eine – am besten verbale – Einladung meines Gegenübers warten und das erfordert Vertrauen. Ein wandlendes Urvertrauen zu sein – nämlich jenes Vertrauen darin, dass wenn ich mich selbst und das Leben in vollen Züge genieße, alles andere wie von Zauberhand zu mir geflossen kommt. Projektor-Sein ist Magie, denn in unserer Urenergie haben wir diesen kindlichen Zauber der Leichtigkeit. Auch sind wir in meinen Augen ein Abbild des natürlichen Flows. Wie bei Ebbe und Flut, so fließt unsere Energie in Wellen. Wir haben keinen konstanten Energieflow. Unsere Energie verläuft in einem natürlichen Auf und Ab und diese Wellen sind nicht planbar. Das ist natürlich für die meisten Menschen in unserer Gesellschaft nicht so einfach zu akzeptieren und zu leben, da wir (noch) auf lineare, planbare Leistung programmiert sind. From 9 to Five. Das ist der Tod für jeden Projektorflow. Wenn wir so leben, als wären wir ein energetisch linear funktionierendes System, dann verlieren wir unsere natürliche Power. Jeder darf sein Energiesystem respektieren.

Andererseits bedeutet es für mich auch, all die unausgeschöpften Potenziale, die eingeschlossenen Emotionen und Traumata und die unerfüllten Wünsche der Menschen in mir zu spüren und überall zu sehen. Es ist wundervoll, Menschen als das zu erkennen was sie WIRKLICH sind und sie dort hinzuleiten als Therapeutin, Coach oder Beraterin. Doch es heißt auch zu akzeptieren, dass ich nicht alles verändern kann oder muss, obwohl ich wüsste wie es geht, sondern dass ich nur für jene Veränderungsanstöße bestimmt bin, für die ich auch eingeladen und gewertschätzt werde. Ein Projektor sieht immer 10 Schritte voraus, aber es ist nicht unsere Aufgabe, diese Schritte einfach so anzupacken, insbesondere, wenn es um Veränderungen in einem menschlichen Gegenüber geht. Das kann manchmal ganz schön frustrierend sein und wenn wir Projektoren trotzdem versuchen uneingeladen die Welt zu verändern, dann endet das in unserem Schatten – der Bitterkeit. Und Bitterkeit ist für jeden Projektor – inklusive mir – das ultimative Zeichen, dass wir gerade nicht in unserem Selbst leben und unserer genetischen Strategie folgen.

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